FCUK Teak!

Eigentlich müsste es lauten, FCUK Holz. Denn viel Teak ist es definitiv nicht. Der Aufbau ist eine mehrschichtige Sperrholzplatte und obenauf eine vielleicht 4 mm starke Teak-Schicht. Also als Linguini neu war waren es vielleicht 4 mm. Jetzt sind es noch 1 bis 1.5 mm und deshalb muss es runter. Die YACHT hatte die Holzarbeiten des Cockpits ja im Test bemängelt und ja, die Materialqualität entspricht leider nicht dem Rest des Bootes. Jedoch kann ich jetzt danach sagen, handwerklich wurde das mustergültig ausgeführt, was nicht zuletzt zu viel Muskelkater geführt hat.

7 Grad, Nieselregen, die Feuchte kriecht einem unter die Haut. Eigentlich war bewölkt ohne Regen angesagt.

Aber macht nix, ich hab ja mein Arbeitszelt! Das ist ein aufblasbares Zelt, dass ich mir gebraucht für nen Fuffi geschossen habe. Neupreise liegen ab 400,- und das Zelt war quasi neu. Passt perfekt und bietet Schutz vor Regen, macht man die vordere und hintere Plane runter, dann auch vor Wind. Ist in keinen 10 Minuten aufgeblasen und auf dem Boot befestigt.

Arbeitszelt für Bootsreparaturen

Baustelle eingerichtet.

Elektrohobel

Hab ich auf Youtube gesehen und ja, macht echt viel weg. Runterhobeln und die verbleibende dünne Schicht mit dem Fein Multimaster entfernen. So ist der Plan.

Der Hobel arbeitet ordentlich, nimmt sauber Schicht für Schicht weg bis man dann die ersten Sika Flächen sieht. Dabei macht er enormen Dreck. Mein Absauger packt das leider nicht. Da die oberen Schichten feucht sind und alles zusammenbappt verstopft der Sauger am Einlass. Deshalb hier die volle Span-Show. Bei trockenem Deck, vor allem bei großen langen Flächen ist das definitiv das beste Tool.

So schauts dann aus nach mehreren Durchgängen Einmal bin ich etwas zu tief, da muss ich dann halt etwas Gelcoat draufspachteln. Es wird eh, nachdem alles Holz entfernt ist, erstmal alle Gelcoat Ausbesserungen im Cockpit, die Dings und Dongs der letzten Saisons ausgebessert und alles sauber aufpoliert.

Aufgrund der Menge an Hobeldreck, bin ich dann zum Fein Multimaster und Hammer und Stechbeitel übergegangen. An den Rändern geht es mit dem Hobel sowieso nicht.

Der MM500 von Fein ist echt eine Macht! Mit der flachen Klinge fährt man unter das Sika ohne das Gelcoat zu zerstören. Um es einfacher abzubekommen, habe ich mit einem Abstandstool und einer Säge das Holz alle 10 cm auf Sikatiefe und ein paar der Sika Fugen eingesägt. Das hilft ungemein.

Das Klingen-Multimaster Tool hat bis kurz vor Ende der dritten Teakfläche mitgemacht. Ich habe 5 davon erstanden. Reicht also. Gutes Werkzeug macht sooo viel Spaß. Auch beim Stechbeitel ein guter Stahl, Made in Germany, und da macht das Kloppen doppelt Spaß.

Ist weniger mühsam als es aussieht. Dennoch tut mir heute alles weh. Nach 6 Stunden bin ich aber just in Time mit dem letzten Stückchen Holz fertig geworden. Fertig? Naja Ich hatte mir die vorderen 3 Flächen bis 16:00 Uhr vorgenommen, die hinteren drei, die lediglich 1/3 ausmachen, kommen am nächsten Samstag dran (oder so).

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Untenrum – alles frisch?

Aber sowas von! 🙂

Linguini war in der Werft. Quasi schon zum 2. Mal in diesem Winter. Vom ersten Mal werde ich berichten, wenn die juristische Auseinandersetzung mit dem Tiefflieger beendet ist.

Nach dem ganzen Ärger war ich froh, ganz in der Nähe zu unserem Wohnort, eine Bootswerft zu finden; die dann auch noch Zeit hat mein Boot eben untenrum frisch zu machen.

Das Unterwasserschiff ab Gelcoat neu aufbauen, dafür natürlich erstmal alle alten Schichten abkratzen oder schleifen. So viele Schichten waren es nicht, jedoch ging beim Antifouling Anstrich vor 3 Jahren irgendwas schief. So wurden die letzten beiden Anstriche nicht mehr wirklich gehalten und blätterten bereits leicht ab. Dachte mir, nach 12 Saisons kann es nicht schaden. Osmose hat Linguini natürlich keine. Mir ging es im Wesentlichen um ein glattes, schnelles Unterwasserschiff.

Also bei Bootcenter Dölker in Ludwigsburg angerufen und ein netter, verständlich sprechender Mensch vereinbarte mit mir, dass ich Linguini vorbeibringe und wir dann besprechen wie wir vorgehen wollen.

Gesagt getan und ich ziehe mein Boot nach Ludwigsburg.

Es ging dann relativ schnell. Alt runter und Neu drauf ist ja nun nichts über das man Stunden diskutieren will. Obwohl ich einen in Pleinfeld kenne, der macht das mit einer Arroganz und einer komplett wirren Kommunikation, da war das hier eine echte Erholung. Oder einfach, Der „Dölker“ wusste wovon er spricht. Den Herrn Dölker gibts übrigens schon ein Weilchen nicht mehr. Der Name blieb aber.

Vereinbart war die Fertigstellung bis Mitte / Ende Januar wobei ich jetzt keinen direkten Zeitdruck mehr habe.

  • 4 Schichten Gelshield
  • 2 Schichten Grundierung (VC Tar)
  • 2 Schichten Anti Fouling (VC Offshore)

Letztes Jahr dachte ich noch an den Schwenk hin zu einem Weich-Antifouling, aber ich hatte keine Lust drauf rumzudenken. Also erstmal weiterhin VC Offshore, dafür allerdings nur alle 2-3 Jahre ein Anstrich. Zumal Linguini SPOILER: Dieses Jahr für eine Zeit lang in Italien liegen wird.

Boot wurde pünktlich fertig und zum exakt ausgemachten Preis übergeben Die Ausführung der Arbeiten ist einwandfrei und ich freu mich darüber.

Kurzer Stopp bei bestem Wetter entlang des Neckars / Felsengärten.

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Viel zu kurz in Griechenland

01/2024 Pushup – einige Bilder angehängt

Es ist vollbracht. Ich habe unseren letzten Segelurlaub, der alles andere als geplant lief, niedergeschrieben und SPOILER: mit viel Segeln ist es nicht, trotz der 200 Seiten. Aber ich denke es gibt einige Dinge die für Segler oder generell für Wassersportler interessant sind.

Viel zu kurz in Griechenland (Salamibrot)

Natürlich freue ich mich auch über eure Kommentare.

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Ich hab nun ein wenig in den Bilder gewühlt und stelle ein paar der Bilder in Chronologie ein, die diese wenigen (5) Tage ohne viel Worte beschreiben. Muss unbedingt nachgeholt werden. Dieses Jahr – aber an der Küste der Toskana.

Tja, das wars dann nach 5 wundervollen Tagen. Mehr zu lesen im „Büchlein“.

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Boot Düsseldorf 2024

Aufgepasst! Meine „.“ taste klemmt. Wenn also ein „.“ fehlen sollte, die Taste ist schuld (nur für die Oberlehrer!).

Wir hatten einen Tag auf der Boot. Zwar Karten für 2 Tage, aber nach einem Tag mit 25000 Schritten, laut Uhr, reichts dann auch. Gesehen haben wir viel und echt cool Sachen und wertvolle Informationen.

Glogau Yachttransporte

Kennt ja fast jeder aber ich hatte meine Frage aller Fragen. Da wir ja aktuell auf Suche unseres neuen Bootes sind, ist die Frage, wieviel kostet mich der Transport denn, wenn das Boot zum Beispiel in Finnland liegt und in die Toskana transportiert werden soll. Ist das unverhältnismäßig teurer als ein Boot von z.B. der Bretagne ab zu transportieren?

Die Antwort ist nein! Maßgeblich ist die Anzahl der durchquerten Länder ausschlaggebend aber selbst das ist noch nicht soo wild. Wichtig ist, NIE nach Italien. Dieses kurze Stück Italien kostet bei einer 40 Fuß Schaluppe genauso viel wie der ganze Rest des Transports. Deshalb nach Frankreich ans Mittelmeer liefern lassen und nach Italien segeln. Oder eben von Finnland aus segeln :-).

Geilomat E-Antriebe für Prop und Winsch

Natürlich ist der Produktname ein anderer. Am Stand von Marine Vertrieb und Service wurde ein Pod E-Antrieb „Seadrive“ gezeigt, der sich um 180 Grad in beide Richtungen drehen lässt und damit das „Einparken“ zum Kinderspiel macht. Inklusive Rekuperation und sehr wertiger Verarbeitung. Ein gutes Messegespräch noch dazu, definitiv auf der Liste für die Neue …. 🙂

Am selben Stand nur 1.5 Meter entfernt, eine E-Winsch zum einfachen Nachrüsten. Die MSM Powerwinsch hat uns überzeugt. Durch internen BLDC Motor, ein komplett wasserdichtes Gehäuse ist die Winsch ganz einfach gegen die alte Winsch austauschbar sofern das Lochmaß passt. Wenn nicht, gibts Adapterplatten oder man bohrt eben neu. Inklusive Rewind Funktion gibt es die Teile als 40 bis zu einer 65er Ausführung.

Damit ist es beim Gebrauchtboot Kauf auch nicht mehr sooo wichtig ob nun bereits eine E-Winsch dabei ist oder nicht. Klasse Sache, ist fest notiert!

Sie vertreiben am Stand auch umweltfreundliche Reinigungsmittel die von der Zusammensetzung und der Abbaubarkeit der wirksamen Stoffe sicherlich ihres Gleichen suchen. ecoworks war mir bis dato kein Begriff. Ob sie was taugen werde ich bald testen können. Mit 24,- für eine Flasche Allzweck-Bootsreiniger kein Schnäppchen, aber hey, es geht um unsere Segelboote! 🙂

Fake Teak

Es waren echt viele Anbieter von Kunststoff-Decksbelägen da. Meine von Hollweg Marine liegen ja da und warten auf die Montage. Grundsätzlich mag ich es ja wenn da garnix auf dem Deck zusätzlich aufgeklebt ist, aber wenn schonmal was drauf war ist es schwieriger. So montiere ich mir das in den kommenden Wochen.

Damit ich dabei nicht zu sehr friere oder der Wind mit das Schleifpapier aus den Händen bläst, hab ich eine Idee entwickelt als ich am Stand der Firma Decktent vorbei kam. Die bieten aufblasbare Biminis an die leicht zu verstauen sind da aufblasbar und ihren Zweck erfüllen. Dabei sind sie extrem steif aufzublasen und top-verarbeitet. Ne coole Sache, für meinen Zweck aber viel zu teuer

Die Alternative, nicht fürs boaten aber fürs basteln ist ein aufblasbares Zelt. Die gibt es bereits eine ganze Weile. Als nicht (mehr) Camper hatte ich das natürlich nicht so im Blick aber wurde recht schnell fündig. Decathlon hat hier eine echt gute Auswahl. Im Prinzip wie das Decktent aber viel billiger und mit viel mehr Schnick Schnack dran. Den brauch ich zwar nicht aber er zeigt, man kann solche Sachen eben auch für 1/3 des Preises herstellen oder noch weniger. Ich hab 50,- bezahlt. Ok, leicht gebraucht aber eben nur 50 Euro. Aber man muss natürlich sagen. Die DeckTent Zelte verkraften wesentlich mehr Druck, sind dadurch stabiler, UV-resistent und auf Boote angepasst. Würde ich mir fürs neue Boot evtl. auch zulegen.

Kuchenbude Light

Die Breite it von ca. 2 – 2.8 Meter recht variabel durch die Luftkonstruktion. Zwei Stangen oben rein und fertig. Den Boden kann man per Reißverschluss rausnehmen. Perfekte „Kuchenbude“ für den Job. Sobald ich am Werkeln bin gibts mehr zu sehen.

Acryl Job @ Boot Düsseldorf 2024

Das „Glas“ unserer hinteren Lucke ist nicht mehr wirklich chic. Ich meine es gibt auch bereits ein paar kleine Risse, werde das aber die Tage genau untersuchen. Ich will das Acrylglas austauschen lassen und dafür scheint MarinAcryl der einzige Laden zu sein. Beim Hersteller Gebo gibts da nichts was mich echt verwundert hat. Die schickten mich zu Pfeiffer und die nutzen die Firma MarinAcryl und haben mich direkt zu deren Stand geschickt. Sehr nett! Kurzes aber aufschlussreiches Gespräch und Klarheit. Wenn ich ein neues Acryl einklebe, dann würde ich eine Verstrebung von innen dagegen setzen um beim drauf Stehen nicht immer so ein schlechtes Gefühl zu haben.

Der Ultra Anker

Wer hier liest, kennt unsere Ankerhistorie. Bisher eigentlich mehr Pech gehabt. Natürlich ist das auch ne Erfahrungssache aber am Stand von Ultra Marine hat eine einfache Sandelkiste die Augen geöffnet. Alle gängigen Ankertypen im Maßstab lagen da. An einer Kette und daneben eine Kiste Sand. Nun konnte man zwei Anker vergleichen indem man sie auf den Sand legte und verglich beim Ziehen an der Kette (auch Miniaturisiert) wie schnell gräbt er sich ein, wie schnell dreht er sich in Position und vor allem, wie gut hält er dann.

Ok, hier war jetzt nur Sand. Kein Seegras, kein Kies oder Lehm usw. Dennoch war das ziemlich beeindruckend wie die Kandidaten sich gegenseitig verhalten. Je nach Winkel des Kettenzuges oder Ausgangsposition usw. Der Ultra Anker hat gegen unseren aktuellen Anker ganz klar einen sehr deutlichen Vorteil gezeigt was Eingrabestrecke und Haltekraft anbelangt.

Wird leider nur in Stainless angeboten, da im unteren Bereich Blei eingegossen ist. Dadurch aber eben mit 1200,- für Linguini too much.

Nette Variante ist ein Ultra mit gestrahltem Edelstahl. Sieht dann aus wie verzinkt, hält Langfinger aber fern wenn das gute Stück mit 60 kg dann mal 6.000,- kostet.

In jedem Fall wird das Thema Anker beim neuen Boot eines der Top-Themen und der Ultra ist ganz vorne mit dabei!

Elan E6 @ Boot Düsseldorf 2024

Nein, die E6 wird es sicherlich nicht. Aber meine Frau wollte die Ausbauqualität sehen und sie sah das es sehr gut war. Die E5 ist bei unserer Auswahl im Rennen, leider sieht man die nirgendwo live. Eine Einladung zum E5 Segeln vor Stockholm kann da Abhilfe schaffen. Aber wenn es dann ne Ecke wärmer ist :-). Auf jeden Fall ein richtig guter Ausbau, nur wenig was ich anders machen würde. Sehr fein

RM 13.80 @ Boot Düsseldorf 2024

Auch hier verhält es sich ähnlich. Eine 13.80 wird es nicht werden aber auch hier der Blick in die Detailverliebtheit und Qualität. Alles bestens. Was auffiel, jede Ecke wurde als Stauraum verwendet, eine wunderschöne Pantry die auch auf unserem Wahl Boot auf der Liste, der RM 1180 identisch sein soll nur nach hinten raus 20 cm weniger Platz hat. Perfekt um auch bei rauher See ein 0,7 Gänge Menü zuzubereiten.

Das wars dann auch schon. Ok, ich hab noch Leinen gekauft und den Garmin Stand genervt. Lauter Spezialisten und keiner kann mir sagen ob es eine Garmin gibt, die sich nativ mit einem TCP IP Netz verbindet um NMEA Daten auszutauschen OHNE Garmin Extrakasten/Kosten. Die Frage „Was ist TCP IP“ eines Experten hat mich dann von dannen geweht.

Viele Bilder habe ich ja nicht gemacht. Aber eines ist sicherlich wert gezeigt zu werden und das gezeigte Boot erhält meinen „Hässlichstes Boot 2024 Award

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Kopfsache – Mastbeschlag abändern!

EDIT: Voilá da ist er in voller Pracht :-). Die Aluminiumplatte hab ich natürlich nach meiner CAD anfertigen lassen. Puuh, alles richtig gemessen. Passt!

Die Windex Halterung direkt einschrauben ging nicht, da der Winkel dann nicht stimmt. Also das ursprüngliche Winkelblech neu ausgerichtet und Voilá. V4A Schrauben mit Keramikpaste ins Aluminium. Sollte 30 Jahre halten :-).

…. aber zum ursprünglichen Blog ….

Jedes mal aufs neue ein Aufreger der den Blutdruck nach oben gehen lässt, der Mast hängt am Mastkran und der Windgeber am Mast Top ist immer in Gefahr mit dem Krandraht oder dem Kran selber zu kollidieren. Beim Preis von 1.200,- für so einen drahtlos Windgeber macht man das nicht oft mit.

Da der Windgeber in Richtung Bug zeigt ist es immer die Kollisionsgefahr, da das Kranseil vorne am Mast geführt wird. Also muss der Windgeber umgebaut werden um nach hinten zu zeigen. Doch ganz so einfach ist das nicht.

Mastbeschlag Top

Hier sieht man das Top, frostbedeckt. Die blaue ausgefranste Leine nicht beachten, ist nur provisorisch 🙂
Der Windgeber war, auf dem Bild rechts, vor dem Ankerlicht befestigt. War eh schief vom Mastbauer angeschraubt, also weg damit. Nun muss die Halterung nach hinten aber da ist bereits die Windex sowie mein Achterstag Baum / Spanner.

Die Lösung ist eine Aluminium Grundplatte, die entweder direkt auf den Kopf gesetzt wird oder über den GFK Stab geschraubt wird. Beides hat Vor- und Nachteile.

Platte Oben

Mastbeschlag Top

Platte Dazwischen

Mastbeschlag Top

Platte Draufsicht und 3D / CAD

Mastbeschlag Top 3D

Die Platte wird also auf den GFK Stab geschraubt. Die Windgeber Halterung wird rechts und links vom GFK Stab mit Abstandshülsen und einmal mittig durch geschraubt. Am anderen Ende der Platte wird die Windex Halterung durch ein M8 Gewinde durch die Platte geschraubt und hinten gekontert. Eine M8 Mutter passt auf den Millimeter in den Zwischenraum der vertikalen Mast Top Verstrebung. V4A Schrauben und Scheiben und zur Sicherheit nicht mit Keramikpaste sparen.

Voilá, alle Teile sind bestellt und der Fräser ist in Bereitschaft!

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WLAN Router & iPhone Hotspot auf dem Boot

Nicht wenige nutzen einen WLAN Router auf ihrem Boot um einen zentralen Netzwerkknoten zu haben, an dem man sich anmelden kann und über ihn alle Systeme die im Netz eingebunden sind zu erreichen. So auch auf Linguini.
Im Wesentlichen sind es diese Gerätschaften:

NMEA Daten werden im Yacht Device gesammelt und an den WLAN Router gesendet. Daten aus dem Raymarine Plotter werden ebenfalls über den Router ausgeliefert und empfangen um sich z.B. über ein Netz mit dem Plotter zu verbinden. Gleichzeitig übernimmt mein iPhone die Aufgabe eines Hotspots und stellt einen Internetverbindung, einen Internet-Breakout her, die alle Devices nutzen können. Vorteil ist, die Anmeldung an den Router bleibt immer gleich, egal ob ich den Hotspot oder sonst was ändere.

Das IOS Problem!

Eigentlich ein Feature, welches aber zur Verzweiflung bringen kann wenn man es nicht kennt. Apple hat irgendwann ab IOS 13 (evtl. sogar früher) die Funktion der Privaten WLAN-Adresse eingeführt. Dabei ändert das Iphone die MAC-Adresse bei jeder Verbindung zu einem WLAN-Router. Damit wird es enorm erschwert, ein Device über mehrere Router zu verfolgen. Bei den Router Verbindungen kann man das allerdings deaktivieren.

Nutzt man nun den persönlichen Hotspot des iPhones um zum Beispiel, so wie ich in dem Bild hier, den Router damit zu verbinden, machen Router das in aller Regel auf Layer 2 Eben, also über die MAC-Adresse. Nun ist beim persönlichen Hotspot aber das selbe Sicherheitsfeature implementiert worden. Sprich, die MAC-Adresse ändert sich bei jedem Connect zufällig und der mit dem iPhone verbundene Router verliert die Verbindung. Und hier kann man das leider nicht abstellen.

Tja und das muss man dann erstmal rausfinden.

Ich habs am Ende über die Logs herausgefunden und dann über die Communities den Fehler verifiziert. Mein kleiner Travel Router mag leider nur Layer 2 und kann somit diese Funktion nicht mehr erfüllen.

Doch was tun?

Zuerst dachte ich an einen Defekt. Neuen Router bestellt, selbes Problem. Dann in den Logs gesehen, dass der Router immer die Verbindung zur MAC verliert. Ok, Problem erkannt und…… ein anderer neuer Router muss her. Nämlich einer, der die Verbindung auf Layer 3 Ebene über die IP-Adressierung aufbauen kann. Nur leider gibts da nicht viele in einer sinnvollen Größe und Stromversorgung für ein Boot. Eigentlich gibt es nur einen, den GLi Mango Router. Ok, bestellt und getestet, funktioniert auf Anhieb. Der Router ist mit OpenWRT bestückt aber leider ziemlich kastriert in seiner Standard Konfiguration. Will man also mehr von seinem Router wie z.B. mit unterschiedlichen VLans arbeiten und etwas mehr Security reinbringen wenn man sich z.B. mit Hafen WLAN´s verbindet, dann muss man LUCI, die OpenWRT Configurations Webinstanz installieren. Das geht spielend nur danach geht eben genau die gewünschte Layer 3 Connectivity nicht mehr. Ok, in LUCI eingestellt und es geht. Neu gestartet und es geht nicht mehr bei unveränderter Konfiguration. Zum Glück hab ich schon so viel graue Haare.

Ich hab es auf dem Gli nun nicht rausgefunden, wie ich ein Standard OpenWRT dazu bekomme auf Layer 3 zu arbeiten. Also wieder auf Werkseinstellung und geht halt ohne weitere Funktionen.

Mein alter TL-WR904AC kann doch auch OpenWRT?

Ich erinnerte mich daran, dass die Kiste das auch kann. Also OpenWRT auf den Router geflasht. Wer nicht weiß wie das geht, einfach nach OpenWRT TP-WR904 suchen.
Nachdem das System nun frisch war, die 2.4 Ghz WLAN entsprechend konfiguriert und voilá, ich hätte gar keinen anderen Router gebraucht. Nu versteht der alte Router sich mit dem iPhone und alles ist wie gewohnt. Und ich kann weitere VLans konfigurieren um z.B. den WLan Hafentraffic über die 5G Verbindung zu verbinden und mit entsprechenden Firewall Regeln zu sichern.

Die Verbindung mit dem iPhone dauert ab und an echt lange. 2 Minuten kann das schon. Also nicht wundern.
Den GLi Router behalte ich dennoch als Backup.

Iphone Settings

Beim iPhone muss man übrigens den Schalter „Kompatibilität maximieren“ in den persönlichen Hotspot Einstellungen immer aktivieren. So konfiguriert sendet das iPhone lediglich über das 2.4GHz Netz. Ein kleines Kompatibilitätsproblem zwischen dem Hotspot und den bekannten Travel Routern.

Natürlich könnte es sein, dass es noch eine andere Lösung gibt oder geben kann. Nach meiner Recherche Stand heute leider nicht. Somit wäre es nett, wenn Du eine weitere Lösung, zum Beispiel ein Setting im iPhone, kennst, einfach zu kommentieren.

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Colourfull!

Endlich! Eher durch Zufall bin ich auf einen Lieferanten von Gelcoat Repair Spachtel in RAL 9003 gestoßen. Bei Boatlab gibts den in einer, von der Viskosität her, recht festen Form, damit auch vertikales Arbeiten funktioniert. Ich hatte in der Vergangenheit ja mit Selva Topcoat gearbeitet, das grundsätzlich echt gut ist aber eben zu dünnflüssig und damit zu aufwendig an der Vertikalen zu verarbeiten.

Linguini hat ja ein paar kleinere Narben aus den letzten beiden Saisons, die werden nun fachmännisch unsichtbar gemacht.

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Teak & Tracking Bastelstunde

Diese Saison war nun nicht was wir uns vorgestellt hatten. Zu Beginn des Jahres kalt und Regen, dann brütende Hitze und keinerlei Wind, gefolgt von einer weiteren sehr langen Regenperiode. Da wir meist nur an den Wochenenden zum Segeln kommen, war die Chance sehr niedrig, gutes Wetter und Wind zu erwischen. Und ja, die niedrige Wahrscheinlichkeit traf bisher ein. Mal sehen, wir haben noch exakt 2 Wochenenden bis die Saison für uns in diesem Jahr vorbei ist.

Wenn ich nicht am Segeln bin, dann kommen auch nicht so viele Ideen zum Boot. Sinnige oder unsinnige. Ein paar hab ich allerdings im Kopf und will die mal hier mitschreiben.

Teak runter

Definitiv eine Idee die umgesetzt wird. Das originale Teak war nie eine Zierde und nach den wenigen Jahren bereits am Ende. Hier hatte Makesails deutlich gespart, leider. Also runter damit und was neues drauf. Nur was?

Klar war, Holz wird es nicht. Keine Lust mich noch weiter am Raubbau der Regenwälder zu beteiligen. Und zertifiziertes Teak ist auch nichts anderes. Dort wo das wächst war vorher Regenwald.

Also kommt Kunststoff auf das Deck oder vielleicht auch nur Farbe? Ein Antirutschbelag? Hmmh, sieht auf dem Laufdeck vielleicht noch ok aus aber im Cockpit? Am Ende habe ich mich für ein Deck von Hollweg Marine entschieden. Warum? Weil hier die Platten gegossen werden und nicht aus Streifen geklebt. Die „Sika-Linien“ werden nachträglich in gefräste Nuten eingebracht, quasi ein doppelter Fake 🙂

Glücklicherweise habe ich Davide getroffen. Ein anderer Make 25 Segler aus Italien. Wir waren in regem Austausch, denn er hat die Baunummer 1 der Make 25 vom Bauherrn persönlich gekauft. Und so ne Baunummer 1 ist ja meist dazu da um den Proof of Concept zu liefern. Also die Segeleigenschaften zu bestätigen und alle Umsetzungen des Designs auf Tauglichkeit zu prüfen. Leider in sehr spartanischer Ausstattung und Verarbeitungsqualität. Kein Vergleich zu den darauffolgenden Booten. So hat Davide diesen Winter einiges zu tun um seine „Tiffany“ aufzurüsten. Ich helfe ihm mit meinem Wissen zu meinem Boot so gut es geht und er hat mir dafür bereits sehr gute Dinge geliefert, wie zum Beispiel die originalen CAD Zeichnungen der Teak Decksbeläge.

Make 25 CAD Teakauflagen

Das ist für Hollweg Marine nun natürlich recht simpel zu fertigen. Um ganz sicher zu gehen habe ich ein paar Maße mit den originalen Maßen meines Bootes verglichen. Passt 100%ig.

Bei der Farbe haben wir uns für den Farbton Korsika entschieden.

Hollweg Marine Deck Korsika

Ein leicht ergrautes Teak simulierend, braucht das Deck zukünftig nur noch minimale Pflege und Spreißer im Po gehören der Vergangenheit an. Kostenpunkt für die neuen Auflagen rund € 2.300,- inkl. Kleber usw.

Das wird ein Packen Arbeit aber ich freue mich schon auf das Ergebnis.

Pediküre

Doch bevor ich das Holz entferne ist Linguini noch bei der Pediküre. Das Unterwasserschiff wird neu aufgebaut. Nicht das etwas defekt wäre, aber alle 10 Jahre gehört sich das wenn man lange Spaß an seinem Boot haben will. Also alles bis aufs Gelcoat runter, 5 X Epoxy Primer streichen und dann ein umweltverträglicheres Antifouling drauf.

Mach ich nicht selber, lasse ich machen. Wäre mir zu viel Arbeit und beim Runterschleifen / kratzen fällt eine Menge Sondermüll an der aufgefangen und entsorgt werden will. Ich geh wieder zum SZK, zum Kagerer. Der hatte auch unsere Etap 21i einwandfrei hergerichtet. Kosten bei 2.000,- angesetzt. Wohl wissend, dass es am Ende dann in Richtung €2.500,- gehen wird evtl. sogar darüber wenn irgendwas unvorhergesehenes entdeckt wird. geht aber noch. Ich hatte ein Angebot einer namhaften Norddeutschen Werft. Die hätten das zwar sandgestrahlt und sicherlich noch nen Tick besser gemacht, aber wollten rund € 6.500,-? Die spinnen die Nordlichter!

Danach kommt der Mast runter vom Boot und wird irgendwie auf der Terrasse zwischengelagert bis ich das Teak gerichtet habe. Bis Juni 2024 habe ich Zeit, dann wollen wir mit Linguini ….. nene noch nicht zu viel verraten, aber auf jeden Fall südlicher als der Brombachsee.

Tracking

Unsere missglückte Griechenland Reise kam nicht dazu, dass ich die angedachten und vorbereiteten Tracking Systeme testen konnte. In der Zwischenzeit habe ich allerdings ganz neue Möglichkeiten entdeckt und so schaue ich, dass ich die Systeme noch in dieser Saison getestet bekomme.

Yacht Devices Logging

Ich habe von YD ja zwei Gerätschaften und hätte mir fast noch den Voyage Recorder bestellt. Der zeichnet alles auf, was im Seatalk NG Bus so an Daten passiert während man segelt. Nun sind über 300,- für so ein Gerätchen kein Pappenstiel aber die Einfachheit und die vollumfängliche Aufzeichnung inklusive etwaigem Funkverkehr, besser kann man nicht loggen.

Doch gibt es auch im YD Wifi Gateway, welches Linguini eingebaut hat, eine Logging Funktion. Ich hatte die nur noch nie realisiert. Zeichnet ebenfalls alles auf, allerdings ohne UHF Audio. Reicht mir völlig. Lediglich der Speicher ist begrenzt, da das Gerätchen die Daten auf den internen Speicher schreibt. In der umfänglichsten Einstellung reicht das dann für 4 Tage Recording. Trackt man etwas sinnvoller und nicht ganz so häufig, dann ist es genug Speicher für einen kompletten langen Urlaub.

Nebenbei erlaubt das Gerätchen aber, dass man Tracks, bei bestehender Internetverbindung, in die YD Cloud hochspielt oder eben am Abend einfach den Tag auf den Laptop runterlädt.

Yacht Devices Cloud Tracking Daten

So hat man alle Tracks zusammen und kann sie in allen möglichen Weisen nutzen.

RACE QS

Race QS ist für mich ein zusätzliches System. Ich hatte ja bereits darüber geschrieben. Es trackt ebenfalls alle relevanten Daten um im Nachhinein zu bewerten was man gut und was nicht so gut gemacht hat. Soll für Regatten eingesetzt werden, für mich ist es ein schönes Anschauungsbeispiel meiner Erfahrungen.

Als ich die App zum ersten mal genutzt hatte, hatte ich noch ein Android Smartphone dafür. Auf IOS kann man nun die über Wifi gesendeten Daten nutzen, was die Sache viel spannender und vor allem einfacher macht, da ich mit dem Fluxgate Kompass unter anderem eben auch Roll und Pitch NMEA Datensätze liefere, was bei der Android Version vom Smartphone selbst, welches man fix, am besten Unter Deck am Mast befestigen sollte, um aussagekräftige Daten zu erhalten.

Motordaten

Bei dem ganzen Tracking fehlen die Daten des Motors. Das will ich ändern um in einem gesamtheitlichen Track auch die Motorstunden, Leistung und Stromverbräuche mitzuschreiben.

Mein VC 200 Controller hat eine RS485 Schnittstelle über die man den Controller auslesen und programmieren kann. Nun habe ich leider keinerlei Erfahrung wie man aus den RS485 Spannungen und Strömen einen NMEA lesbares Format konvertiert. Einfach + und – des RS485 an – und + des NMEA Gateways anschließen wird wohl nicht funktionieren. Ich habe aber zumindest mal eine GIT Seite gefunden, die das Protokoll des VEC dokumentiert. Mein Anliegen habe ich mal in die geneigten Gruppen auf Facebook gepostet. Wer weiß, wahrscheinlich ist es simpel.

Ansonsten steht grad nichts an. Reicht aber wohl auch. Vielleicht noch den Boden anschleifen und neu lackieren. Ist hier und da leicht mitgenommen, wäre kein großer Akt und kann Wetterunabhängig gemacht werden. Mal sehen.

Ach ganz vergessen, ich muss das gesamte Boot nun endlich mal polieren und die paar Dings und Dongs im Topcoat ausbessern.

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Tracken und Regatta – Race QS

Nun hatte die letzten Monate viel Zeit um den nichtkörperlichen Freuden des faul seins zu frönen. Hat keinen Spaß gemacht und ich bin echt froh, dass die Zeit nun vorbei ist, ich mit Muskelaufbau und Fitness beginnen kann oder besser, begonnen habe.

Aber die Zeit war gut um einiges auszuprobieren. Vor allem was das tracken, analysieren und weiterverarbeiten von Bootsdaten anbelangt habe ich endlich eine echt smarte Lösung gefunden.

Race QS (LINK)

In erster Linie für Regatten und Vereine konzipiert, hat das Konzept von Race QS eigentlich alles was man braucht. Als erstes eine super einfache App fürs Smartphone an die auch eine Smartwatch für klassische Regattastarts und Race gekoppelt werden kann. Auf der anderen Seite ein Analyseportal, um seine Tracks oder Regatten zu verwalten, gute Analysewerkzeuge benutzen und ebenfalls simpel in der Bedienung.

Obendrein gibt es richtig gute Erklärbär Videos von Race QS zu allen Modulen des Konzeptes.

Warum sage ich Konzept? Weil es eben nicht nur eine App ist sondern mehrere Segler können ihre Tracks aufzeichnen, diese selber verwenden oder in eine Regatta einladen. Clever gelöst!

Schnallt man sein Smartphone unter Deck z.B. zentral am Mast fest, dann wird auch Krängung und Drift aufgezeichnet wenn die Daten nicht über Wifi kommen. Die Wifi Integration ist simpel und die Winddaten sind natürlich enorm wichtig.

Ist man auf einem längeren Törn, kann man diesen Track ebenfalls öffentlich oder einer geschlossenen Gruppe zur Verfügung stellen. Doof nur, jeder sieht welchen Mist man zusammensegelt 🙂

Hier die Views von Race QS auf die Smartphone App, das Portal und die Darstellung eines Tracks via Google Earth Integration. Cool! Ok, so auf dem Trockenen ….

Probiert es aus. Kosten? Keine soweit ich das bisher sehe. Evtl. wenn man größere Regatten damit organisiert. Die Werbung hält sich, da nur auf dem Portal, echt in Grenzen!

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E-Ink Smartphone for Sailors UPDATE

UPDATE: Mit nun einiger Erfahrung kann ich zum interessantesten Punkt sagen, die Batterie hält bei andauernder Anzeige von sich verändernden Daten per Wifi empfangen mindestens 13 Stunden. Wenn man es so nutzt, das man die aktualisierten Daten nur bei einer Geste (Trippletouch z.B.) abruft, hält das Telefon gefühlt unendlich.

Ursprünglicher Blog:

Naja, für Segler wurde das E-Ink Smartphone A5 von Hisense sicherlich nicht designed. Aber anders als die bisherigen E-Ink Krücken kann es sauber darstellen auch wenn die Zahlen sich bewegen.

Für mich als Instrument bei voller Sonne, wenn das ablesen der üblichen Smartphone oder Tablet Displays längst nur noch Soße liefert.

Bei voller Sonneneinstrahlung ist das Display 100% einwandfrei ablesbar. Je mehr Sonne desto besser. Auf dem Bild sind da Strukturen zu sehen, das Auge sieht die nicht.

Auch mit AV Nav getestet. Die Kartendetails muss man reduzieren. Zur Not geht das auch. Aber für mich sind vor allem die Navigationsdaten interessant.

Ansonsten ein normales E-Ink Smartphone mit allem drum und dran. Nur Bilder und Videos sind, naja, etwas farblos 🙂

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