Antenne

Internet an Bord

Das ist ja immer wieder ein viel diskutiertes Thema in den diversen Foren oder Gruppen auf Facebook. Und ja, hier kann plötzlich jeder irgendwie mitreden, da ja jeder irgendeine Lösung für sich nutzt. Und SPOILER: Die ist dann meist die aller allerbeste Lösung.

Ich hab schon echt viel Mist darunter gelesen und hab mich selber intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und über die Jahre einiges an privater Erfahrung gesammelt. Da das auch beruflich für mich ein Thema ist, fließt mit ein aber das sind andere Dimensionen und oft funktioniert da downscaling eben nicht.

Mein letzter Bericht zum Thema war dieser hier.

Und was soll ich sagen, ich bin im Frühjahr zum ersten Mal aufs Boot, den 12V Master angeschaltet und nach einer Minute funktionierten alle Gerätschaften wieder und hatten Internetverbindung. So muss das sein. Früher hatte ich es teils zu kompliziert gedacht und ausgeführt, was ab und an zu Re-konfigurationsaufwänden führte die einfach nur nervten.

Die Zentrale ist der Gli-Net Mango Router.

Was ist so toll an dem kleinen Router?

Ja, die Größe. Er ist winzig, was auf einem kleinen Boot ideal ist. Er hat OpenWRT installiert und bietet eine Fülle an Möglichkeiten die kein anderer non OpenWRT Router in der Preis/Größenklasse bietet.

Ich Tethere in der Regel über mein iPhone per Wifi was auch einwandfrei funktioniert. Alternativ oder auch parallel kann ich über USB einen Tethering Client dranhängen. So könnte ich z.B. ein zweites Smartphone mit einem anderen Vertrag anstöpseln oder ich kann einen LTE Stick anschließen und den als Bridge ins Netz einrichten. Viele Optionen für so einen kleinen Router. Alle installierten Systeme, also Plotter, YachtDevice Gateway, RaceQS Smartphone, Smartwatch sowie iPad und PC nutzen den Mango als Gateway. Der nutzt eben eine der Möglichkeiten um eine LTE Verbindung aufzubauen. Wie geschrieben, meist über mein iPhone.

Empfangsqualität? Naja!

Das Naja bezieht auf die Ungewissheit die man hat, wenn man in einer fremden Gegend unterwegs ist. In unserem Fall meist auf dem Wasser 🙂 und an der Küste. 4G und LTE haben eine praktische Reichweite von ca. 10 km. Dabei sind Gebäude meist nicht sonderlich störend, Erhebungen der Küste deutlich mehr. Aber, ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass ich weder D1 noch D2 Empfang in Hafen- und Küstennähe hatte. In schwierigen Situationen hab ich dann mal ab und an den Versuch unternommen, einen MiFi Router in den Mast hochzuziehen und den als Tethering Gateway zu nutzen. Erfahrung: Der Empfang war meist nur marginal besser als der Empfang per iPhone unter Deck.

Antennen!

Die gibt e um z.B. das Wifi des Hafens zu kontakten. Kann aufgrund der Masthöhe und der Gegebenheiten des Hafens eine bessere Leistung der Wifi Verbindung erzielen. Für 4G oder LTE sinnlos. Die Differenz zwischen den 10 Meter im Mast und dem iPhone unter Deck fällt bei 4G oder LTE unspürbar aus. Ok, wenn ich ein Telefon mit schlechter Antenne habe kann das eine Verbesserung liefern, aber heutzutage…….

Bei 5G ist der Unterschied der Höhe, sofern man in der Nähe eines 5G Konten ist, deutlicher spürbar.

Verträge

Wenn man dann gänzlich auf Wifi im Hafen verzichten will und sich das ewige Gehassel sparen mag, dann kommt man um einen voluminösen Vertrag kaum rum. DENKSTE!

Was braucht es denn so typischer Weise an Volumen, wenn man als Paar nicht beruflich unterwegs ist?

Ziemlich wenig!

  • Ein Videocall von 10 Minuten verbraucht etwa 50MB per Webex oder Teams. Zoom oder Facetime schafft das in 40MB.
  • Eine Stunde Musik per Spotify braucht 35 MB. Die Audioqualität ist dabei medium.
  • Ein Video in 1080p Full HD schluckt etwa 270 MB.
  • Im Netz umhersurfen kommt ganz auf die Einstellungen an. Lässt man jedes Video gleich loslaufen, dann geht das schnell hoch. Deshalb solche unnützen Funktionen ausschalten. Ein guter AD Blocker schafft auf etwas Diät.

Jetzt kann man sich das selber zusammenrechnen.

Wenn ich auf Segeltörn bin, dann interessiert mich das meiste davon eh nicht. Mails, etwas Wetter, etwas Reiseführer, selten TV/Video. Die meisten wichtigen Unterlagen liegen Lokal auf nem Speicherstick den ich übrigens auch über den Mango Router im Netz zur Verfügung stelle. Da ist dann ne nette Musiksammlung drauf, alle Reiseführer und eine Video Bibliothek die ich mir vorab über MediathekVIEW geladen habe. Der gesamte öffentlich rechtliche Content steht dort in unterschiedlichen Qualitäten zum runterladen bereit.
Ein paar Krimis, Dokumentationen, Kinofilme, Komödien. Wenn wir pro Woche mehr als einen Film anschauen, dann war mit dem Urlaub irgendwas faul. Aber ich bin mit ca. 80 Filmen gerüstet.

Und so kommen wir in 4 Wochen Urlaub lockerst mit einem 10 GB Vertrag aus. 5 GB würden reichen! Den habe ich eh bzw. mein 15 GB Vertrag covert das locker.

Wem das nicht reicht, der hat aktuell bereits 30 GB D1 Verträge für 10,- verfügbar. Die sind mit 50 Mbit Download, für 3,- mehr mit 100 MBit Download im Angebot. Es lohnt sich auch immer, seinen Vertrag um die Black Friday Zeit oder Weihnachten abzuschließen. Da gibt es immer unschlagbare Angebote. Oder man ist faul und gibt eben ein paar Euro mehr aus. Aber teuer ist Netzzugang in Deutschland nicht mehr und muss auch den Vergleich mit anderen Ländern nicht scheuen. Oft bekommt man dort zwar ein Mega Volumen, das man meist nicht braucht, aber die Download- sowie Upload-Raten sind extrem schlecht im Vergleich.

Telekom 300 Mbit Unlimited geht ab 50,- pro Monat los. Da tut sich was. Allerdings geht da auch bereits Starlink los. Eine Alternative wenn man die massive Vermüllung des Weltraums unterstützen mag.

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Gaskartuschen an Bord

Das ist immer ein Aufreger, wenn man so in den Foren der Welt ließt. Ja, Gas kann gefährlich sein. Es ist schwerer als Luft und somit ist man in Gefahr, wenn eine Kartusche defekt wird, sich das Gas in die Kajüte entleert und man im schlechtesten Fall erstickt.

Dafür haben wir A einen Gaswarner an Bord, der 20 cm unterhalb der Koje montiert ist. Er ist zuverlässig und ein absolutes MUSS, wenn man, wie wir bei unserem Boot, keine Möglichkeit haben, die Kartuschen in einer nach außen unten lenzenden Staubox aufzubewahren. Die einzige Möglichkeit wäre hier der Ankerkasten. Keine gute Idee wenn es bei Welle etwas ruppiger zugeht. Im Nu wären die Kartuschen beschädigt.

Also was tun? In unserer Backskiste achtern haben wir Leerrohr Verbindungen ins Boot. Allerdings ist die Backskiste enorm groß und die Rohre ganz oben angebracht. Dennoch reicht eine Kartusche aus, um die Backskiste zu fluten und es bleibt genug Gas um uns im Schlaf zu killen.

Also, die Kartuschen gehen Nachts immer in den Ankerkasten und tagsüber werden sie im Boot in einer Aufbewahrungsbox verstaut. Es bleibt auch keine Kartusche am Cobb Gasgrill verschraubt, das ist viel zu labil wenn der Cobb mal nenn Schubs durch ne Well bekommt. Somit bleibt immer eine angefangene Kartusche offen und die Reservekartuschen …..

Gaskartuschen an Bord

Richtig, eingeschweißt, vakuumiert! Das bleibt das Gas dann auch immer schön frisch :-).

Die eingeschweißten Kartuschen kommen in die bereits angesprochene Box und die wandert von innen in den Ankerkasten und vice versa.

Und die Box passt perfekt. Eine CD-Box. Für die Jüngeren, CD´s sind kleine silberne Scheiben auf denn man medialen Content gespeichert hatte :-).

Und wieder ein Thema abgehakt!

Und weil das Thema grad on Top ist, statt einem Gas-Sturmfeuerzeug hab ich mir ein Lichtbogen Feuerzeug mit USB-Aufladung bestellt. Bin gespannt wie haltbar und praktikabel das ist. Muss man keine Feuerzeug Gas-Nachfüllflaschen mehr rumschleppen. Alles Elektrisch!

EDIT: Cooles Teil. Funktioniert tadellos!

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Mast On!

Der Mast ist wieder auf dem Boot. War am Ende nicht wirklich schwer hochzuziehen aber ein gewisser Angstgegner. Nun ist auch alles wieder an Bord. Eigentlich bereit in Richtung Italien abzudüsen aber das dauert noch ein paar Tage.

Make 25

Jetzt noch schnell den kleinen Streifen den der Mast am Rumpf hinterlassen hat polieren, abspritzen und einparken!

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Neues Deck!

Es ist (fast) vollbracht. Zumindest klebt das neue Hollweg Marine Deck nun und es ist verfugt. Das war alles in allem echt eine scheiß Arbeit und ich würde das nicht wieder tun. Das Endergebnis ist für mich noch nicht ganz überzeugend. Ich werde noch einiges an kosmetischer Nacharbeit haben bis das für mich passt. Die Achtern Backskisten-Luke muss auch noch eingebaut werden. Das sollte aber die wenigsten Probleme machen.

Insgesamt war der ganze Projekt Lifecycle eher haarsträubend und viele Rückschläge Im wesentlichen hat hier Hollweg Marine einfach nur nen miesen Job abgeliefert. Trotz klarer Ansage haben sie nicht die gelieferten CAD Files genommen sondern meine Schablonen. Und selbst wenn, dann kann man zwei offensichtlich identische, nur spiegelverkehrte Teile nicht mit solchen Unterschieden liefern. Zum Glück nur zu groß, was mir einiges an Schleif und Stichsägentangos einbrachte. Ein Teil zu klein oder in der Form falsch, so dass ich es anpassen musste, dass ich an der hinteren Fuge nicht zu breit werde. Die vordere Fuge ist daher breiter als es eigentlich sein sollte.
Dann haben sie mir noch weißes statt schwarzen Sika geliefert und das noch mit Ablaufdatum Liefertermin. Ist zwar nicht soooo schlimm bei 295 UV aber da hätte man drauf achten können / müssen.

Egal, Linguini rückt dem Wasser näher. Aber erstmal mach ich ne Pause und am kommenden Wochenende, wenns auch wieder regenfrei wird, gehts mit Kosmetik und dann mit Frühjahrsputz weiter. Dann muss der Mast wieder draufgelegt werden, vorab aber die neuen Wanten am Mast einstellen. Ach ja, die Fenster neu eindichten steht ja auch noch auf dem Programm. Mist, hab ich fast verdrängt 🙂

Neuer Decksbelag
Neuer Deckbelag

Beim Beschweren geht einfach alles, hauptsache Gewicht!

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Fugenalarm! Sika, Pantera, Butyl?

Ist nicht ganz neu aber jetzt nervt es echt. Das Problem ist wohl auch durchaus verbreitet.

Problem!

Die Fugen meiner Fenster sowie auch die gesamte Deck zu Rumpf Verfugung wurde laut Makesails Chef Massimo mit Sika 295 UV verfugt.
Die Fugen reagieren leider auf UV-Licht sowie Reinigungsmittel (Chemikalien) mit einem Schmieren bzw. mit einem Freisetzen von Farbe. Das läuft dann von der Fuge aufs Gelcoat und muss extra weggewischt werden In Haarrissen, jedes Boot hat die spätestens nach ein paar Jahren, setzt sich die Brühe dann ab und ist schwer rauszubekommen. Ok, die Haarrisse sind damit eindeutig identifiziert aber schön ist das nicht.
Viel schlechter ist dabei aber die Rissbildung die sich an den Fensterfugen zeigt aber auf bereits na der Deck/Rumpf Fuge auftaucht. Dort habe ich bereits ausgebessert.

Aufgabe

Ziel muss sein, alle Fugen zu entfernen und zu erneuern. Nur wie und mit was ist die Gretchenfrage.

Nach der Durchsicht der diversen Datenblättern der Produkte von Sika und von Pantera, zeigt es sich, dass die Sika Produkte mit dem Zusatz „UV“ im Namen, zwar UV-stabiler sind als die anderen Produkte, aber eben nicht UV-stabil über ~ Zeit. Schöner Mist. Ich habe bei Sika angefragt ob aktuelle Produkte verbessert wurden und ob ich, dass anscheinend verwendete 295 UV nun dazu nutzen kann. So richtig wohl ist mir dabei allerdings nicht.

Die Chemie von Sika und Konsorten

Eine der schlechten Eigenschaften von PU ist, es ist nie 100% UV-stabil und hat auch diverse Probleme mit Chemikalien die in Reinigungsmitteln vorkommen. Tenside lösen die Farbstoffe aus PU. Je älter und UV-belasteter eine PU Fuge ist, desto leichter werden Farbstoffe und mehr ausgespült. Neben der Sauerei resultiert das dann eben auch in Rissbildung, wenn genug „Material“ ausgespült wurde.
Also ist PU ohne stabilisierende Chemie untauglich, wahrscheinlich egal wie der Herstellername lautet.

Pantera

Pantera hat Produkte die nicht auf PU basieren und als UV-stabile Dichtmasse geeignet sind. Ob das nun wirklich ein Ersatz ist oder nur die Pest durch Cholera ersetzt wird ist fraglich. Allerdings bestätigen die Datenblätter bei Pantera SEA LINE 1000DC oder MARINE DECK MD-3000/30 V3, eine extrem gute UV-Beständigkeit und untermauern das mit Tabellen zu unterschiedlichen UV-Belastungen und sogar durch Tests bei denen u.a. Boracol als Reinigungschemie eingesetzt wurde. Das schafft etwas mehr Vertrauen.
Die Produkte sind u.a. allerdings Silikon basiert Silikon ist ja grundsätzlich böse auf dem Gelcoat, weil man eine Fläche auf der Silikon angewendet wurde nicht mehr lackieren kann. Man kann sie allerdings mit Silikonreiniger und Primer entsprechend vorbehandeln, womit dieses Problem keines mehr ist. Aber ich will an bzw. um die Fugen auch nichts lackieren.
Somit wäre das eine Alternative. Eine Anfrage an Pantera ist gestellt, ein ordentliches Fugenmesser habe ich bereits, jetzt muss ich nur noch wissen wie ich die Fugenreste, alles werde ich nicht wegbekommen, behandeln muss, damit das Produkt dauerhaft haftet Irgendein Primer wird das schaffen.

Die Hersteller (EDIT)

Sika hat mich angerufen, Pantera ne Mail geschrieben. Ich konsolidiere das mal. Theoretisch kann die Symptomatik bei 295UV nur dann auftreten, wenn man den Fugen mit einem alkoholhaltigen Reiniger zu nahe gekommen ist. Das schädigt, vor allem in der ersten Zeit einer Fuge, indem das im Material enthaltene Isocyanate aufgelöst wird. Der Prozess ist dabei wohl nicht umkehrbar. Und ja, ich habe sicherlich die Fenster mal mit Glasreiniger behandelt, der ist oft auch mit einem Alkoholanteil.
Sika empfiehl, mit Sika 295UV neu zu fugen und dann eben bei den Reinigern darauf achten, dass kein Alkohol enthalten ist. Alternativ Sika 591, der als STP Dichtstoff unempfindlicher gegen Alkohol wäre.
Als Alternative von Pantera wird mir Sea Line 1000D empfohlen. Hier muss ich aber definitiv den gesamten Alt-Dichtstoff entfernen.
Somit habe ich mich für das Sika 591 plus Aktivator 205 entschieden. Aktivator hab ich in meinem Hollweg Deck Paket genug dabei. Muss ich also nur noch ne Kartusche 591 ordern. Und dann der ganze Spaß mit der Fuge. Was ein Mist!

Der Arbeitsauftrag

Dann werde ich die Fenster noch vor dem Italientrip neu verfugen Die Decks/Rumpf Fuge ist ne größere Geschichte. Das würde ich vermutlich dann am Brombachsee durchführen. Da man da immer am Rand arbeitet, falle ich lieber ins Wasser als aus 3.4 Metern auf den Stein :-).

Ein Wort zu Butyl

Es wird von, ich nenne sie mal vollständig Unwissende, Butyl für so manche Anwendungen im Bootsumfeld geworben Ich hab keine Ahnung woher diese „You Tube Stars“ ala Marietim u.a. ihre Überzeugung her haben, wahrscheinlich aus der Bewertung 4 Sekunden nach Anwendung, aber Butyl ist der aller größte Mist wenn es um UV und Salzwasser und Chemie geht. Finger weg! Im Motorraum oder generell innen ist das was anderes.

Beitragsbild unter CC Lizenz: Tubag

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Schwalben im Nest

Schwalbennest fürs Boot

Und noch n Update:

Hollweg Marine hat mir ein Angebot geschickt. Allerdings ist eine komplett gegossene Platte mit über 400,- nicht wirtschaftlich. 400,- weil man die 2 Gebinde der 2K Sika Lösung eben auf einmal zusammenmengen muss. Und die Menge eben weit mehr als meine 2 Platten ergeben würde. Braucht vielleicht noch jemand 15 mm starke Hollweg Marine Deck Platten in Farbe Korsika? 🙂
Deshalb das Angebot mit einer Sperrholzplatte und HM Deck obenauf. Bringt mir nur leider nichts, weil das Sperrholz auf Dauer eben rottet oder ich muss es umfangreich abdichten was wiederum murksig ausschaut.

Somit ist die Entscheidung nun endgültig gefallen, die Schwalbennest Front wird aus 15 mm Hart PVC erstellt. Eine professionelle Anfertigung per CNC, obwohl ich eine CAD Zeichnung erstellt habe, ist mir zu teuer.

Ich bestelle also das Material und werde meinen Schwager und seine Fräsmaschine bemühen.

Update:

Die alte Pinnenpilot-Halterung, die Einsteckhülse ist im Teak der Schwalbennest Front, im linken unteren Eck eingeklebt.

Das ist mir, beim manchmal schnellen Hantieren, immer etwas unsicher gewesen. Ok, wenn der Pipi über Bord geht, dann hängt er ja noch am Kabel aber funktionieren wird er danach wahrscheinlich nicht mehr.

Um hier bessere Stabilität zu erlangen, klebe ich in das Schwalbennest eine Art Podest ein und kann dann in die waagerechte Fläche sauber ein Loch einbohren. Der Pinnenpilot wird dann mit seinem Heck etwas in das Schwalbennest hineinragen und hat somit einen besseren Schutz gegen versehentliches herauskatapultieren.

Drei Stücke PVC übereinander kleben und zurechtsägen. Bohrung, Hülse einkleben und den ganzen Block ins Schwalbennest einkleben.

Vorheriger Blog

Gestern sagte ich jemandem, ich will fürs Boot noch neue Schwalbennester bauen. Und sofort geht man als ornithologischer Grüner durch :-). Ja ich mag Vögel, aber hier gehts um 2 X Schwalbennest für Linguini.

Die Alten haben einen Teakrahmen und eine Box dahinter. Die ist nicht mehr ansehnlich und ich meine die sind auch hier und da an den Kanten undicht.

Da ich das Teak im Cockpit bereits verbannt habe, ist es der richtige Moment, auch die Schwalbennester zu „entteakifizieren“. Ich hab bei Hollweg Marine eine Frontplatte angefragt um Teakoptik zu erlangen.

Schwalbennest Make 25

So schaut es aus, wobei das Bild schon 2 oder 3 Jahre alt ist. In den Schwalbennestern ist einiges an Anschlüssen für den Autopiloten, die Solarpanels-Anschlüsse, Schloss für den Antrieb Entlüftungsventile usw..

Ich habe eine Zeichnung der notwendigen Platten angefertigt und mir die PVC Platten zuschneiden lassen.

Die Firma Scheidel Kunststoffe hat mir das tadellos gefertigt; Das ist ja nicht zwingend üblich bei solch Kleinmengen. naja, ein Schnäppchen war es dann auch nicht, aber wenn´s schön macht :-).

Geklebt mit UHU Spezial Kunststoffkleber. Ging gut aber das Zeug trocknet so ratzfatz, da muss man verdammt schnell sein.

Schwalbennest Boot DIY

Erstmal die Klebekanten Der Schwalbennest Einzelteile mit Aceton säubern, dann Klebestreifen zur Fixierung vorbereiten und dann Lucky Luke…..

Schwalbennest Boot DIY

Die eine und die ….

Schwalbennest Boot DIY

Die Innenkanten werde ich noch mit weißem Silikon fugen. Denke zwar nicht, dass hier irgendwas undicht ist aber schaden tuts nicht.

Wenn die Klebenähte des Schwalbennest trocken ist, werden die minimalen Übergänge der Front geschliffen, dass sie satt auf die Frontplatte geklebt werden können. Ob ich noch zusätzlich schrauben muss werde ich dann sehen.

Bin gespannt wie lange es braucht bis sich Hollweg Marine meldet. Schnell sind die definitiv nicht.

Beitragsbild: Aconcagua, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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Großschot Podest

Das alte Podest aus Teak passt nun nicht mehr, so als letztes verbliebenes Teak-Element im Cockpit. Also muss was anderes her. Dabei gleich ein wenig mehr Auflagefläche für die Füße. Ich stütz mich sehr gerne am Großschot Podest ab, so gibts noch mehr Fläche für die Pfoten.

Aus POM gebaut. Kann man nicht wirklich kleben aber es wird ja auch fix verschraubt – passt.

Altes Großschot Podest

Neues Großschot Podest

Großschot Podest

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https://www.flickr.com/photos/hansmichaeltappen/32863156842

Fensterln?

Na wer weiß denn schon. Aber zumindest hab ich jetzt die richtige Leiter immer dabei. Am Trailer per Rhino Leiterhalter SafeClamp befestigt und gesichert, gibt es keine Möglichkeit mehr die Leiter zu vergessen. Der interessierte Leser wird feststellen, dass ich sie prompt falschrum befestigt habe 🙂 Ich find die Teile ne coole Sache und auf einer festen Leiter steht es sich definitiv besser als auf einer Teleskopleiter.

SCHWEIZ & STEUER

Oha! Wurde gleich mal von aufmerksamen Trailer-Kollegen darauf aufmerksam gemacht, in der Schweiz (und theoretisch auch in Deutschland, wenn wir mehr Polizei hätten) wird das bestraft wenn man mit dem grünen Kennzeichen und etwas anderem als Boot und Bootszubehör auf dem Trailer angehalten wird.

Nun ist die Leiter ja Bootszubehör, da ich das Boot ohne sie weder riggen kann noch z.B. eine Ladungssicherungsprüfung durchführen kann. Aber auf eine Diskussion mit irgendwelchem piensigen Beamten Volk der Eidgenossen hab ich echt keine Lust. Deshalb will ich den Trailer regulär anmelden. Schwarzes Kennzeichen und man darf auch die Oma auf dem Trailer transportieren. Die € 30,- Versicherung pro Jahr sind mir das wert.

EDIT: Von wegen! € 30,- pro Jahr ist natürlich nur die Versicherung. Die Steuer sind nochmals rund € 90,- und man muss den Anhänger beim TÜV auf einen normalen Anhänger umtragen lassen. Kostet nochmals über € 70,- und scheint nicht mehr so einfach rückgängig machbar zu sein.

Aber der nette Herr beim TÜV hat sich für mich beim Deutschen Zoll versichert, eine Leiter auf dem Bootstrailer, sofern das Boot auch auf dem Trailer ist und diese ordentlich befestigt ist, ist ok. Auch in der Schweiz gilt hier nichts anderes, denn die Schweiz setzt lediglich die Deutschen Regeln um.

Es ist bei Linguini offensichtlich, dass die Leiter benötigt wird um u.a. auch die Ladung zu sichern und die Sicherheit zu prüfen. Ob das bei einem niedrigeren Boot dann anders gesehen wird? Keine Ahnung Auf jeden Fall ändere ich nichts und bin gespannt. In aller Regel wird man auch nicht einfach so angehalten wenn alles andere regelkonform ist.

Und weil das mit dem Gewicht auch immer so ein Thema ist, hab ich dem Trailer ein neues Bugrad besorgt. Eines mit eingebauter Wiegefunktion. Die ist recht genau (+/- 5 kg), muss jedoch entsprechend referenziert werden. Sprich, wenn ich 100 Kilo auf der AHK habe, zeigt die Waage, aufgrund der weiter hinten liegenden Anbringung, 110 kg an. Linguini ist aktuell ja auch komplett leer und ohne Mast on Top.

Abgesehen davon komme ich mit dem Bugrad gut 5 cm höher, was gut ist, da das alte Bugrad immer grad so gereicht hat. Steht der Trailer auf einer Wiese, fehlen 5. Die Kurbel ist abnehmbar.

Beitragsbild unter CC

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FKN

FKN – Und es wurde Licht!

Endlich hab ich mich zur Prüfung angemeldet. Den Fachkundenachweis (FKN) braucht man, um Signalmittel nach BTP-2 zu kaufen. Signalmittel ohne FKN (BTP-1) sind relativ unnütz. So steigen z.B. die Nico Signale gerade mal 80 Meter (ohne Wind) und sind schneller verbrannt als man Ohhhhhhh sagen kann. Also muss ordentlicher Stoff her.

Der dazu notwendige Fachkundenachweis, ist typisch Deutsch, ziemlich lächerlich. Viele Fragen zu irgendwelchen gesetzlichen Regelungen die einem nichts bringen außer, dass man sie eben zur Prüfung wissen muss. Also lernt man das halt und speichert es im Bereich „Proof & Forget“ des Hirns ab.

Auch die praktische Prüfung ist nun keine „Rocket Science“ (welch Analogie) aber macht wesentlich mehr Sinn. Der richtige Umgang mit den heißen Signalteilchen ist schon wichtig. Aber im Ernst, die 3 wichtigen Regeln extra prüfen? Deutschland eben.

Mal salopp zusammen gefasst:

  1. Nach oben und nicht in die Segel ballern
  2. Wenns was brennt, immer nach Lee damit
  3. Der Rakete nicht blöd im Weg rumstehen

Dann bezahl ich halt die € 28,89 Prüfungsgebühr und vermerke einen Kalendereintrag 3 Tage vor Prüfung um den hochgeistigen Stoff zu vereinnahmen.

Ein paar Links, falls Du das auch mal machen willst:

Fragen Katalog

Videos:

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Exzenterschleifer Sika AbraNet

Kurz vor Kleb!

Wieder ein Stückchen weitergekommen. Die Flächen sind so sauber wie es mit vertretbaren Mitteln geht. Wichtig, die Kanten bzw. Ränder sind da sauber wo später die Fuge des Hollweg Decks klebt. Es sind zum Glück weniger Macken als erst gedacht durch die Arbeit mit dem Oszillierer und Stemmeisen entstanden und so kann ich heute bei Sonnenschein mein Topcoat anrühren und die Stellen ausgleichen. Das wird dann nochmal spannend, denn dazu muss ich ja quasi die Kante modellieren. Wird schon klappen. Neue Wanten sind ebenfalls bestellt und die Maststütze ist weiter optimiert und wiegt quasi nichts mehr. Neues Bugrad am Trailer mit Gewichtsanzeige. So langsam wird das und Italien kann kommen!

Aber wenn ich dann Linguini so betrachte, wäre es eigentlich auch ok gewesen, wenn ich die Flächen einfach mit einem Antirutsch-Belag gestrichen hätte. Aber das HM-Deck liegt im Keller und wartet sehnsüchtig :-).

Das entfernen der Sikareste mit den Wollscheiben geht gut, macht aber echt nen Saudreck der sich in jeder Ritze versteckt. Die beste Methode war, die bereits einmal grob mit der Wollscheibe „geschliffenen“ Ränder mit Kleberentferner einpinseln, kurz warten und mit der Wärmepistole leicht erwärmen Dann nimmt die Scheibe alles ratzfatz web. Kleinigkeiten macht eine grobe Politur.

Die AbraNet Scheiben sind echt saugut!

Na, das kann sich doch sehen lassen. Die Kanten auspoliert, damit Sika gut kleben kann.

Am Ende kann man dem Verlauf des „Randes“ gut mit der Klinge folgen. Easy! Die Macken auf der Eben, sie Hauptsächlich durch das Oszillieren entstanden sind werden im Anschluss flächig ausgebessert.

Voilá – für heute genug!

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GEBO Decksluken

Im Rahmen der Entfernung des Teakdecks, wurde es natürlich notwendig das hintere Luk, den Deckel der Backskiste, auszubauen. Der sehr gut eingeklebte Rahmen hat sich dabei um jeden Preis gewehrt. Schade eigentlich, so musste ich Gewalt anwenden und der Einbaurahmen hat das nicht gut überstanden.

In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich mir auch, den gibt´s doch sicher einzeln. Tja, die Rechnung nicht ohne GEBO gemacht. Erst einmal einen Innenrahmen bestellt. Der Innenrahmen ist allerdings nicht der wie auch immer genannte Befestigungsrahmen, sondern lediglich ein Rahmen um von innen im Boot den Einbau-Lukrahmen abzudecken. Mist, der muss definitiv zurück.

Pfeiffer-Marine fragt nun bei GEBO an, ob sie den Einbaurahmen einzeln liefern können. ist ja immerhin das 620 x 620 Luk, das größte von GEBO. Müsste ich es wirklich komplett neu kaufen, dann wären das 1.000,- wegen eines Alu-Rahmenprofils. Au Backe. Ich kann nur hoffen, dass GEBO hier liefern kann.

Die im Rahmen eingeschnittenen Gewinde müssen genau zu den am Deckel verbauten Scharnieren passen. Das wird wohl bei jedem der großen Luken passend zum Deckel geschnitten. Könnte ich aber auch selber machen.

Also Obacht wenn man eine GEBO Luke ausbaut. Der Einbaurahmen kann unter Umständen viel Geld wert sein.

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